Scuola Sci Cristallo Cortina

Cortina: Geschichte und Tradition

Cortina d'Ampezzo, die Perle der Dolomiten, ist einer der renommiertesten Ferienorte Italiens. Die Ortschaft liegt in der nord-östlichen Ecke des Veneto in der Provinz Belluno.

Cortina liegt auf 1224 Meter in einem Tal, das eingebettet in eine unvergleichlich schöne Landschaft liegt, am Fuße einiger der faszinierendsten Berge der Welt, wie Tofane, Cristallo, 5 Torri, Lagazuoi, die zum UNESCO-Weltnaturerbe erkoren wurden.
Dank der wunderbaren Lage war Cortina Jahrhunderte lang eine atemberaubende Bühne, von der man die berühmten Gipfel der Umgebung bewundern konnte. Cortina d'Ampezzo ist ein beliebtes Urlaubsziel der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Elite Italiens, ein privilegierter Ort der Dolce Vita, und ist die einzige Ortschaft Italiens, die sich der internationalen Marke "Best of the Alps" rühmen darf.

Cortina ist ein wahres Paradies für Wintersportler: Sie liegt im Skiverbund Dolomiti Superski, im größten Skikarussell der Welt, und verfügt über 70 Abfahrtspisten und insgesamt 115 Pistenkilometer, die von 5 Seilbahnen, 26 Sesselliften, 6 Skiliften erreicht werden und auf die drei Skigebiete Tofane, Faloria Cristallo und 5 Torri Lagazuoi verteilt sind. Cortina hat außerdem ein exzellentes Langlaufzentrum: das Fiammes Sport Nordik Center.

Die Geschichte von Cortina reicht lange zurück. Einige Funde zeugen, dass die Alpenregion bereits im 4.-3. Millennium v. Chr. bewohnt war. Wahrscheinlich gab es in Römerzeit eine Siedlung, die Ampicium genannt wurde, jedoch gibt es kein Zeugnis davon. Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches und nach der Invasion der Barbaren, hat man 8 Jahrhunderte lang keine genauen Informationen über die Region des Cadore, zu der Ampezzo gehörte.

Man nimmt an, dass sich die Bevölkerung in dieser Zeit in den Tälern der Umgebung, Fassatal, Gadertal, Cordevole und Ampezzo, zurückgezogen hat, um den Barbaren zu entkommen, und somit begann, die Täler zu bevölkern. Die Herrschaft der Langobarden beeinflusste nicht wenig das Leben im Tal, und es begann sich eine Form von kommunaler Selbstverwaltung durchzusetzen, die heute noch besteht: die REGULES.
Der Name "Cortina" schien erstmals in einem notariellen Dokument des 15. Juni 1156 auf. Nach einem regen Besitzwechsel fielen Cortina und das Ampezzaner Tal zur Republik Venedig, mit der ein stabiler Handel entstand: Aus der Poebene wurde Cortina mit allen Konsumgütern versorgt, dafür verlangte Venedig große Mengen an Holz, die über den Flussweg abtransportiert wurden.

Nach mehreren Kriegsjahren gegen die Republik Venedig, fielen im Jahre 1511 die Habsburger Truppen von Maximilian I angeführt in Cortina ein und verlangten die Rückkehr in den Reichsverband. Unter österreichscher Herrschaft konnte Cortina jedoch ihre Selbstverwaltung beibehalten. Bis auf einer kurzeitigen napoleonischen Herrschaft gehörte Cortina zu Österreich. Als es am 4. November 1918 zum Waffenstillstand zwischen Österreich und Italien kam, war der Erste Weltkrieg offiziell beendet und Cortina wurde wieder an Italien annektiert.

Die Zeit des Ersten Weltkrieges war sehr hart für Cortina: Mit dem Kriegseintritt Italiens am 24. Mai 1915 wurde rund um die wunderschönen Berge die Frontlinie gezogen. Die bitteren Frontkämpfe forderten Tausende von Toten. 
In dieser Zeit musste die Bevölkerung von Cortina mit 20.000-30.000 italienischen Soldaten, Zeltlager und Feldkrankenhäuser zusammenleben. So ging es zweieinhalb Jahre lang weiter, bis zum November 1917, als sich nach der Schlacht von Karfreit die italienischen Truppen in die Berge zurückziehen mussten und eine neue Verteidigungslinie auf dem Fluss Piave aufbauten.

Die Lage änderte sich das darauf folgende Jahr, und im Herbst 1918 zogen die italienischen Truppen wieder in Cortina ein und drangen bis zum Brenner vor. Mit dem Waffenstillstand kam Cortina wieder zu Italien.

Alles weitere gehört zur Gegenwart: Nachdem Cortina zur Provinz Belluno geschlagen wurde, kamen auch die ersten Touristen, auch dank der Eisenbahn der Dolomiten, die Calalzo mit Toblach verband, und bis in die 30er Jahre war Cortina ein bevorzugter Urlaubsort der faschistischen Hierarchie.
Nach den Olympischen Winterspielen 1956, die ersten, die im Fernsehen gezeigt wurden, wurde Cortina als ein renommiertes Urlaubsziel in Italien und im Ausland bekannt.

Heute noch, nach 50 Jahren, ist Cortina einer der wichtigsten Ferienziele Italiens und der Alpen, Urlaubsziel der High Society und der internationalen Prominenz.